Kurzurlaub im Vanlifer-, Rentner- und Offroadparadies Marokko 2018/2019

Kurzurlaub im Vanlifer-, Rentner- und Offroadparadies Marokko 2018/2019

Der vielleicht etwas sarkastische Titel deutet schon auf die massive Zunahme Touristen meist älterer Generation speziell in der Winterzeit hinzielt. Dies finden wir aber keineswegs schlecht und ist für uns absolut nachvollziehbar.  Mildes Klima, schöne Landschaft und meist nette Leute. Wir würden selbst gerne in Marokko überwintern, wobei dies aufgrund aktueller Arbeit Situation bei uns (noch) nicht möglich ist. Viele Vanlifer haben dies bereits als Digitalnomaden geschafft. Und für Offroad Fans hat diese Land auch einiges zu bieten.

Zur Einstimmung hier der Trailer auf Youtube – wöchentlich ergänzt durch weitere VLOGs – siehe Playlist 🙂

Die größere Flut an Touristen bringt aber leider auch die lokale Polizei anscheinend dazu sich auf die lukrative Einnahmequelle offenbar finanziell potenter Leute sagen wir mal vorsichtig sich „etwas mehr“ zu fokussieren. So trifft es uns nach 2010, 2014 nun in 2018 das erste Mal und wir dürfen dafür gleich zweimal zahlen. Alles korrekt natürlich mit Ausdruck für unsere Missetat, an welchem sicherlich der marokkanische Diesel seine Schuld mit trägt, denn unser 12 Jahre alte Pickup beschleunigt in europäischen Breitengraden nicht so schnell wie die „Beweisfotos“ der Polizei dies darlegt. Jeweils längere Diskussionen waren zwecklos und wir versuchten den Unmut bald zu vergessen.

Auch „Wildcampen“ soll einem Vanlifer den wir unterwegs trafen seit November nicht mehr geduldet werden. Dank 4×4 Antrieb haben wir allerdings die Möglichkeit eher unzugängliche Plätze auszuloten und sind bis jetzt noch gut gefahren bzw. haben absolut störungsfrei  wild campen können.

Reiseverlauf:

Die Anreise:

Nach der langen Anreise mit Auto und Fähre (1 Tag von Wien – Genua, 2 Tage Fähre Genua – Tanger) sind wir gefühlt im Vorsommer angekommen und genießen das „mehr“ an Sonne. Auch das Solarpanel kann dank ausreichend Sonne bei Temperaturen zwischen 17-27°C nun wieder vernünftig arbeiten, obwohl die kalten Nächte von bis zu -5° nicht wirklich mehr einen Kühlschrank benötigen lassen.

Entlang der Atlantikküste:

Wir fahren zuerst der Altlantikküste in Richtung Süden nach Bousselham und dann weiter nach Essauoira. Wir beschließen dann aber das sehr touristische Marrakesch bewusst auszulassen.

Einsamkeit statt Städtetrubel:

Wir suchen diesmal die Ruhe und Einsamkeit und fahren über Agadir weiter ins Landesinnere nach Tardourant. Dies ist nur Zwischenstopp zu unserem eigentlichen Ziel und Ausgangspunkt Foum Zguid. Für die nächsten paar Tage geht unsere Wüstenfahrt über Mhamid und weiter bis Merzouga. Wir fahren mit teilweise knapp 30km Sicherheitsabstand zu Algerien alles Offroad, wobei aber meist Pisten den Weg zeigen. Diese benutzen wir meist auch aber halt nicht immer. Ab und an gibt es Militärkontrollposten, wobei eine vorher ausgefüllte sogenannte „Fiche“ hierbei hilfreich ist und Zeit spart. Wir queren wunderschöne Dünenlandschaften wie Erg Chegaga und Erg Quizina und weiter bis Erg Chebbi.

Silvesterfeier im Erg Chebbi

Bei Merzouga angekommen feiern wir mit den Leuten vom Camping und Hotel (www.deserthotel.com) wie schon in 2009 gemeinsam Silvester und es gibt wieder leckere Ziege im Lehmoffen geschmorrt. Die Trommeln der Berber und das Klingen der Schellen der Senegalesen klingt noch lange durch die Nacht in unseren Ohren. Und dies alles bei einem groß angelegten Feuer mit bis zu 7m hohen Stichflamen aus Palmenblättern.

Uns ist allerdings Erg Chebbi mittlerweilen zu sehr touristisch geworden. Es gibt auf dem gut 40km x 8km großen Sandgebiet anscheinend keinen einzigen Hügel oder Düne welche keine Reifenspuren mehr aufweist. Auch scheinen immer mehr Riads gebaut worden zu sein. Viele sind noch näher an den Dünen gebaut, wobei viele nahezu leer scheinen. Auch Zeltstädte in den Dünen scheinen permanent zu sein. Wir vermissen schon jetzt die einsamen Nächte in der Wüste, wo zum Glück keine Pauschaltouristen hinfahren.

Zurück in Richtung Fähre

Wir haben allerdings auch ein gewissen Zeitdruck die Fähre in Tanger zu erreichen. Kurzum ändern wir unsere Route anstatt über Zagora , Quarzatate und weiter über Marrakesch und Rabat über die etwas kürzere Route Meknes, Rabat und weiter nach Tanger geändert. In Meski, bei der sogenannten Blauen Quelle, treffen wir unsere mittlerweile alten Bekannten Abdullah („Alles Afrika“) und Mohamed. Wir sind erneut beeindruckt von der alten Stadtruine in Meski, und können gar nicht genug Fotos machen und filmen. Uns bzw. unseren Kameras geht sprichwörtlich der „Saft“ bzw. Energie aus.

Die Fahrt am nächsten Tag über den Anti-Atlas zieht sich. Der Atlas wäre zwar schneetechnisch auch möglich gewesen zu passieren ist aber noch länger. Wir werden nach 11h Stunden Fahrt bei einem Platz an der Küste knapp oberhalb von Rabat fündig – uns Nachtplatz ist nicht nur menschenleer sondern zum Glück auch fast windstill, obwohl es rundum stark windet.

Unser nächstes Ziel vor baldiger Abfahrt ist Assilah. Doch machen wir kurz am idyllischen Fischerort Larroche  an der Küste halt. Faszinierende weiß-blaue alte Häuser, leckeren Fisch zum Schnäppchenpreis  (ca. 3 EUR für Fischsuppe, Fischplatte mit Paella, sowie Brot mit 2 Getränken) runden unseren Urlaub perfekt ab. Am Abend in Assilah am Campingplatz bereiten wir schon alles für die Fährfahrt die nächsten 2 Tage vor und haben einmal zu unserem Erstaunen wirklich warme Duschen und Internet. Die wenigen Campingplätze zuvor die wir besucht haben hatten trotz Werbung hierfür oft leider beides nicht.

Rückfahrt nach Europa:

Die zwei Tage an Schiff waren sichtbare Erholung für uns bevor es wieder nach gut 1 Tag Autofahrt mit Übernachtung in Cremona nach Wien ging.

Fazit:

In Summe sind wir ca. 4500km mit dem Auto gefahren. Davon alleine ca. 2500km in Marokko (hiervon ca. 1000km Offroad). Zusätzlich die gut 4000km per Schiff zeigen an was in 2,5 Wochen „normalen Urlaub“ bei uns möglich ist. Dies bedeutet für uns nur Stress im positiven Sinne. Zu Hause sein – überhaupt in unserer Freizeit – wäre dann echter Stress für uns 😉

Bücher zu Reisen in Marokko:

Passend zu einer Reise nach Marokko, sei es zu Fuß, per Mietauto, per Offroad-Auto oder per Camper haben wir hier auf unserer Shopseite ein paar Bücher aufgelistet welche wir aus eigener Erfahrung empfehlen können.

Fiche „Gratis Download“:

Bei Polizeikontrollen wird der Reisende in Marokko gewöhnlich nicht angehalten. Lediglich auf den Offroad-Pisten im Grenzgebiet zu Algerien und auch auf den Verbindungsstrecken in der Westsahara werden Reisende kontrolliert.
In der Regel beschränken sich die Kontrollen auf die Überprüfung des Reisepasses.
Der Soldat oder Polizist muss die relevanten Daten in ein Buch eintragen, was je nach Fahrzeugaufkommen etwas Zeit kosten kann.
Schneller und einfacher geht es, wenn  man dem Kontrolleur einen Vordruck aushändigt, auf dem man bereits alle Daten erfasst hat. Unserer hat gleich 2 pro A4-Seite. Dies spart Platz und schont die Umwelt 🙂

Benötigst Du ebenfalls eine solche „Fiche“ dann kannst Du unser Fiche Beispiel Kurzzeitnomaden als PDF-Dokument downloaden. Aber Achtung , Du kannst dieses Formular nicht editieren.  Abonniere doch bitte einfach unseren Newsletter, und dann kannst Du dieses auch als editierbares DOCX-Dokument downloaden !

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Vorankündigung:

Es wird bald auch ein Marokko-Kalender und ein Film-Download von unseren schönsten Impressionen aus Marokko geben. Newsletter abonnieren zahlt sich also in jedem Fall aus 😉

Wir sind halt #lieberkurzwegalsstaendigdaheim um möglichst #staywild2befree zu sein!

Eure Kurzzeitnomaden

 

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