Bereits ein halbes Jahr in Südamerika

Lang, lang, lang ist es her das wir KURZZEITNOMADEN etwas auf dieser Homepage upgedatet haben. Seit der Ausschiffung in Montevideo Ende August ist viel passiert. Aber leider hatten wir keine Zeit überall dies upzudaten.

Wo gibt es regelmäßige Updates was los ist?

Unsere Follower auf Instagram, Facebook und Twitter sind hier leicht bevorteilt, da wir immer wieder kurze Nachrichten senden was gerade läuft. Auf Youtube sind wir aktuell auch nicht mehr ganz aktuell. Die Episode 11 „EPECUEN – Lost City“ ist gerade mal online gegangen, obwohl wir mittlerweile vor 4 Monaten dort waren. Aber dranbleiben und abonnieren wird belohnt – versprochen! In den nächsten Episoden bringen wir euch Patagonien näher, und nicht nur die Touri-Hotspots die jeder kennt 😉

Was ist in den letzten 6 Monaten alles passiert?

Aber warum denken sich einige passiert nichts hier auf der Homepage? Es passiert sehr viel, allerdings geht viel Zeit für das Reisen selbst drauf. Wir waren nach Ankunft in Uruguay. Danach ging es nach Norden nach Brasilien, wo wir 3 Tage unser Auto am Floss ins Pantanal verschifft haben und bei Jaguaren hautnah (< 5m – nicht übertrieben) waren sowie im tropischen Bach schnorcheln. Zahlreiche Wasserfälle durften bei durchschnittlich 40°C zur Abkühlung auch nicht fehlen. Zurück in Argentinien sind wir von der Region Missiones in Iquazu bis Feuerland nach Ushuaia gefahren. Wir waren am südlichst möglich befahrbaren Punkt in Südamerika – auf Feuerland in Argentinien. Nein, natürlich nicht nur im sehr touristischen Ushuaia – das kann jeder. Wir haben weiters auch Süd-Chile bereist und waren Wandern zum südlichsten Punkt in Chile Festland.

Widrige Wetterumstände in Patagonien, oder falls das Wetter mal dann doch passt erlaubten einige mal Wanderungen im Schnitt bei 25km pro Tag. Klingende Namen wie Torres del Paine, Fitz Roy, sowie einige Gletscher (z.B. Perito Moreno, Lago Grey oder Ventisquero) laden uns förmlich ein diese zu besuchen. Aber auch uzählig nicht sehr bekannte aber nicht minderschöne Orte. Auch gab es hie und da mal kleinere Autopannen, welche dann allerdings auch schon sehr kräftezehrend sind.

Die Sache mit dem patagonischen Sommer

Die Tage wo wir mal gemütlich bei Sonnenschein und warmen Temperaturen draußen sitzen und gemütlich Kaffee trinken können wir nach fast 4 Monaten Patagonien an zwei Händen abzählen.

Wir hatten in Patagonien in Argentinien meist Sonne aber dafür starken Wind, dafür in Chile viel Regen und kaum Wind. Und ja, wir haben aktuell Hochsommer, nur das merkt man anfangs eigentlich nur daran, dass Einheimische in kurzen Shorts und T-Shirts herum laufen bzw. in den Seen baden gehen, während wir fast mit Winterklamotten herum laufen.

Ja, und da wäre die Sache mit dem Internet. Das ist hier meist genauso Mangelware wie gutes Wetter. Aber wir sind nicht in der Generation Internet geboren und kommen meist auch so gut zurecht. Wie das Wetter wir bzw auch wo es besser ist wird hier allerdings dann schon essentiell dies zu wissen.

Nette Bekanntschaften und VAN-Lifer auf Kurzurlaub

Was schön ist das wir doch hie und da mal nette Leute treffen die ähnlich wie wir reisen. Besonders Feste wie Weihnachten tun weh nicht mit seinen Liebsten gemeinsam verbringen zu können. Umso schöner war ein spontanes Beisamensein mit Alexandra und Stefan aus Süd-Deutschland sowie Franzin und Peter aus Holland auf einem Campingplatz in Trevelin (Argentinien). Aber auch zweisam am Strand bei Lagerfeuer das neue Jahr begrüßen passte gut für uns. Aber auch viele andere nette Begegnungen.

Natürlich gibt es auch viele Urlauber mit gemieteten Fahrzeug wo manche Van-Life für 2 Wochen im Minibus testen. Aber mal ehrlich, wenn was nicht passt, sei es Wetter oder das sonst etwas fehlt – nach den 2 Wochen Urlaub ist man wieder zurück im trauten Heim in z.B. Deutschland und hat wieder all seinen gewohnten Komfort. Wir haben kein rollendes Klo mit Heizung und müssen auskommen mit dem was wir haben, und sind viel im Freien auch wenn das Wetter nicht entsprechend ist.

Der offizielle Beginn der Panamericana

Für uns geht es nach dem Besuch von Hito Cero auf der Insel Chiloe – dem Start der Panamericana – weiter in Richtung Norden. Wir haben bösartige schwarz-orange Bremsen im Seengebiet von Chile überstanden.

Zahlreiche Vulkane und Seen

Und haben den Vulkan Osorno zweimal besucht. Einmal um den Anblick zu genießen und ein zweites Mal ein Geldbörse zu suchen . Ob diese verloren oder gestohlen worden ist wissen wir nicht genau. Wir besuchen noch den Vulkan Casablance bevor zurück nach Argentinien nach Bariloche fahren und zahlreiche Nationalparks rundum besuchen. Auch hier warten zahlreiche schöne Seen, beeindruckende Vulkane wie Tronador oder Lanin. Auch heiße Thermen werde von uns öfters besucht. Diese sind aber natürlich und nicht steril wie in unserem heimischen Breiten.

Politisch unruhige Zonen meiden wir

Wir wollen Santiago de Chile mit seinen Unruhen großräumig umfahren, und werden erst wieder in der Atacama nach Chile fahren.

Wir haben aktuell jetzt Patagonien verlassen und sind in Richtung wärmeren Norden und werden die nächste Zeit Nationalparks irgendwo in der Pampa besuchen.

Wir merken zwar das Länder wie Argentinien, Chile oder Bolivien aktuell politisch sehr instabil sind, aber wir versuchen die Konfliktregionen bzw dann ggf. ganze Länder wie Bolivien einfach auszulassen – mal sehen.

Wie geht es weiter?

Wir hoffen in Zukunft etwas mehr Zeit zu haben aktuell auch hier zu berichten. Falls ihr mitverfolgen wollt wo wir aktuell sind bitte aber uns auch auf Instagram, Facebook oder Twitter bzw. auch Youtube folgen.

Es ist auch unsererseits geplant einige Bilder bzw neue Kalender in Umlauf zu bringen (ähnlich wie z.B. unser MAROKKO-Kalender). Wir können euch jetzt schon versprechen – WOW! Da sind echt Hammerbilder dabei! Per Newsletter werdet ihr automatisch informiert wenn es soweit ist bzw. sobald diese erhältlich sind.

Wir wünschen Euch Alles Gute für 2020

und bleibt neugierig auf die Welt

bzw auf uns KURZZEITNOMADEN 😉

Indian Summer im Triglav Nationalpark – Slowenien 2017

Triglav
Ein paar schöne Tage in Slowenien im Herbst 2017 in und rund um den Triglav Nationalpark.

Aufbruch nach Lago de Fusina am Rande des Triglav Nationalparks

Am späten Nachmittag des 25.10.2017 ist es wieder einmal soweit. Ein Kurztrip übers lange Wochenende ins relativ Nahe Slowenien steht an. Trotz zu erwartender Kälte speziell in der Nacht, kribbelt es Christine und Michael schon lange wieder kurz mal weg zu sein – der Triglav Nationalpark scheint hierfür ein Ziel gerade Recht für ein längeres Wochenende. Die Fahrt zieht sich mit ca. 5 Stunden, bis wir endlich am Lago de Fusina unseren Schlafplatz für die Nacht erreichen. Die Nacht ist nicht so sternenklar wie zuletzt im Sommer, aber die Wolkendecke wärmt auch nicht wirklich und so sind die -1,8°C nicht unbedingt unsere Komforttemperatur diese Nacht.

Der lange Weg ins Trentatal

Am Morgen des 26.10.2017 freuen wir uns auf die ersten Sonnenstrahlen. Nicht nur das die Herbstfarben rundum so sehr schön zur Geltung kommen, nein vor allem ein Quäntchen Wärme tut gut. Der wunderschöne See mit hohen Berg Mangart im Hintergrund wird noch kurz besucht und nach einem schnellen Frühstück geht ins Richtung Kranska Gora von wo wir über einen Pass in Trentatal fahren wollen. Fasst schon am höchsten Punkt des Passes ist dieser wegen Bauarbeiten abgesperrt. Also heisst es wieder zahlreiche Serpentinen retour in Richtung Tarvis und dann über Bovec ins Trentatal. Dieser Umweg kostet uns wertvolle 1,5h Zeit, denn das Licht zwischen den hohen Bergen ist in dieser Jahreszeit nur sehr begrenzt verfügbar. Wir haben Wettermäßig aber Glück und die Sonne zeigt sich auch von ihrer besten Seite und bringt so die Farben der Blätter in Gelb- und Brauntönen zum Leuchten. Auch die Soca, bei richtig einfallendem Licht grünschimmender Fluss, bahnt sich seit Urzeiten seinen Weg durch das Tal. Ein paar Wassersportler hie und da ansonsten höchstens ein paar Wanderer die man unterwegs trifft. So ergibt es sich das Michael am Seil gesichert ein paar waagemutige Aufnahmen macht, aber nicht übertrieben gefährlich. Ein idyllisch gelegener Wasserfall Slap Virje wird im letzten Licht noch besucht bevor es dann nach Kobarid am Campingplatz geht. Hier geniesen Christine und Michael ein Abendessen im wollig warmen Restaurant bevor der Tag schön langsam ausklingt. Siehe unser Video von Tag 1 auf Youtube hier

Auf dem Weg zum Wocheinersee

Am nächsten Tag den 27.10.2017 geht es zuerst einmal zu Fuss zum nahen Wasserfall Slap Kozjak. Wir sind zunächst die einzigen dort und können auf einem schmalen Steg die ganze Pracht dieses Wasserfalls einfangen. Dies ändert sich aber dann sehr plötzlich schlagartig und eine Gruppe von Fotografen mit riesigen Fotorucksäcken überbevölkert den sonst so ruhigen Ort im Herzen des Triglav. Wir haben bereits unsere Aufnahmen gemacht und treten freiwillig den Rückzug an. Mit Langzeitbelichtung wäre bei den Erschütterungen einer Elefantenherde gleich jetzt sowieso nicht mehr zu denken gewesen. Weiter geht es zum zu Dolminska Korita Schlucht. Das in der Nähe von Tolmin gelegene Naturjuwel lädt Interessierten Zeit in ca. 1-2h dieses zu erwandern. Wir brauchten aufgrund zahlreicher Fotostopps erwartungsgemäß 4h. Weiter geht es dann zum Bohinjsko Jezero oder auch Wocheinersee. Doch die Fahrt dorthin zieht aufgrund viele Berge und einer Umleitung, und so kommen wir erst am Abend dort an. Der hiesige Campingplatz Slatorog Bohinj hat leider schon geschlossen, wir finden aber trotzdem eine Möglichkeit dort die Nacht zu verbringen. Siehe unser Video von Tag 2 auf Youtube hier

Auf Herbergesuche in Bled

Obwohl die Nacht zu 28.10.2017 recht ruhig war schlafen wir in den Morgenstunden doch nicht mehr so gut. Grund hierfür ist sicherlich das nur -6°C hat und dies in Form Eisbildung im Fahrzeuginneren deutlich sichtbar ist. Nach einem wärmenden Frühstück geht es zum nahen Slap Savica. Die Hütte wo man Eintritt bezahlen muss ist noch nicht besetzt und so kommen wir in den Genuss diesen Wasserfall gratis zu besichtigen. Von dem etwas höher gelegenen Standort kann man auch den See und den berühmten Berg Vogel sehen, wo wir schon vor ein paar Jahren oben waren und bis zum Mittelmeer sehen kann. Für uns geht es weiter nach einem kurzen Stopp bei der schönen Kirche Janeza Krstnika am See zur Mostnica Korita Schlucht. Diese ist in den Sommermonaten nur durch eine Eintrittsgebühr zu besichtigen, was jetzt im Spätherbst keinen mehr interessiert. Umso besser für uns und die wenigen anderen die hier gewisse Ausprägungen wie z.B. Elefantenfelsen so fast für sich alleine haben. Die einzigen Gebühren die somit anfallen sind Parkplatzgebühren was auch regelmäßig von Parksheriffs überprüft wird.  Die Schlucht hat uns ein wenig an die von Wien nahegelegene Myra Wasserfälle erinnert. Heute freuen wir uns schon auf eine warme Dusche am nahen Campingplatz in Bled am See, werden aber leider wie andere auch enttäuscht. Dieser hat bereits Winterpause und so beziehen wir unser Quartier auf dem gebührenpflichtigen 24h Stunden Parkplatz nebenan. Zu Fuß geht es dann die paar Kilometer entlang des Ufers vorbei an der Burg in den Hauptort. Bunte Lichter von Spielkasinos weisen uns den Weg. Allerdings nehmen wir lieber in einem Lokal mit Aussicht auf den See und Burg Platz und genießen neben einer guten Pizza auch die Wärme. Nach einem Verdauungsspaziergang zurück zu Parkplatz bleibt es eigentlich nur bei Katzenwäsche, oder man macht es wie wir und gönnt sich eine gut gekühlte Dusche aus unseren Wasserkanistern im Dunkel der Nacht. So frisch gesäubert wärmen uns unsere Schlafsäcke schnell und schlafen bald ein. Siehe unser Video von Tag 3 auf Youtube hier

Auch dieser Kurztrip geht wieder viel zu schnell vorbei

Der 29.10.2017 ist zum Glück Wettermäßig so gut wie die restlichen Tage, wenngleich der Temperaturanstieg von Nacht zu Tag gefühlt einem Winterschlaf gleich kommt. Nicht desto trotz fahren wir zu unserem nächsten Wasserfall Slap Pericnik in der Nähe von Mojstrana. Bis die Sonnenstrahlen dort ankommen dauert es allerdings bis fast Mittags. Die dort anfangs 3°C werden nach der Überquerung des Wurzenpasses wieder zurück nach Österreich mit 21°C belohnt. Die Sonne und Wärme werden mit zunehmender Fahrt in Richtung Wien weniger, wo dies durch Regen und Wind zwischen 8-16°C eine nicht willkommene Abwechslung bietet. Der Kurztrip nach Slowenien hat sich für uns mehr als gelohnt. Mit tollen Eindrücken des Triglav Nationalparks bei gutem Wetter sind auch viele in Form von Fotos übrig geblieben, welche das Erinnern an eine schöne gemeinsame Zeit später einmal erleichtert und vor allem andere vielleicht dazu inspiriert es einmal gleich zu tun. Siehe unser Video von Tag 4 auf Youtube hier Und für unsere Patreons (ab 10 $) gibt es hier hochauflösende Bilder.

Unser Fazit:

Der Triglav Nationalpark ist immer ein lohnendes Ziel – egal welche Jahreszeit.

Ausrüstung-Tipp:

Um beim Fotografieren Spiegelungen des Wassers mittels Polarisationsfilter* zu dezimieren und die Belichtung mittels Grau- bzw ND-Filter* zu optimieren verwenden wir unter anderem neben klassischen Schraubfiltersystem auch Schiebefiltersystem der Firma Lee*. Diese bieten den Vorteil neben hochwertigsten Filter nicht nur farbneutral zu sein sondern auch Polarisationsfilter und ND-Filter gleichzeitig kombinieren zu können. Das Seven5-System von Lee* ist ideal für Spiegelreflex (digital oder analog) oder sogenannten Systemkameras mit Objektivgrößen bis maximal 72mm. Für größere Kameras und entsprechenden Objektiven gibt es natürlich auch eine entsprechende Filter-Lösung 100mm von Lee*. Optimal wird die Aufnahme wenn man dabei ein hoch qualitatives Stativ aus Carbon nimmt. Unser Stativ Rollei C6i ist Dank Carbon super leicht, sehr stabil und relativ günstig. In dem Sinn … lieber kurz weg als ständig daheim! Eure Kurzzeitnomaden Anmerkung: Die mit „*“ gekennzeichneten Links leiten auch auf ein Shop-Homepage wie z.B. Amazon.de um. Wenn Du etwas kauft bleibt der Preis für Dich gleich aber wir bekommen eine kleine Provision.