Wir brechen ab!

Wir haben wirklich alles versucht unsere Reise entlang der Panamericana fortzusetzen. Vielleicht lag es auf der „Hand“, aber gegen den Coronavirus sind wir chancenlos 🙁

Durchhaltevermögen half final auch nichts

Wir haben in der Antofagasta Region im Norden von Chile fast 6 Monate ausgeharrt. Wir waren 2 Monate in der Atacama, 1 Monat gesamt an der Pazifikküste und den Rest in der Region um den Rio Loa auf ca. 1100m. Alle Regionen sind auf ihre Art unterschiedlich und bieten Abwechslung, aber wir wollten eigentlich weiter entlang in Richtung Norden, immer entlang der Panamericana bis nach Alaska.

Alle Grenzen bleiben auf unbestimmt zu

Nicht nur das alle Grenzen sehr wahrscheinlich bis mindestens Ende des Jahres zu sind, läuft unsere verlängerte Aufenthaltserlaubnis Mitte September aus – wir müssen endgültig aus Chile! Aber weiter reisen in Länder mit extrem hohe Infektionsrate von Covid-19 wäre wahrscheinlich auch nicht besonders schlau gewesen. Das schlimme daran ist dass die Zahlen erst jetzt extrem hoch schnellen. Z.B. Argentinien ist für lange Zeit im Schnitt bei ca. 35.000 Erkrankte eingepegelt. Dann plötzlich bei 135.000. Brasilien im Schnitt bei 500.000 (Dunkelziffer ist aber weit höher). Unser weiteres Zielland Peru bei 100.000 erfährt Reisefreiheit innerhalb des Landes ein wöchentliches Plus an mindestens 10.000 an neu Erkrankten. Unser Tiefstand ist erreicht als wir sämtliche Botschaften kontaktieren und leider bestätigt bekommen das die Lage hoffnungslos ist.

Nicht ohne unser Fahrzeug

Viele Touristen sind gleich nach Ausbruch der Pandemie Mitte März 2020 in Südamerika nach Hause geflogen. Viele Overlander haben im April 2020 ihr Fahrzeug abgestellt und sind ebenfalls mit Rückholflügen der jeweiligen Regierung ihres Landes zurück. Nur wir nicht. Wir harren aus und lassen unseren treuen Reisegefährten nicht zurück. Entweder alle oder keiner – so unser Motto. Die Zeit drängt und wir müssen uns eine Alternative zu Peru suchen. Verschiffen direkt in das offene Mexiko scheint die Lösung, aber unser Auto wäre nur „leer“ verschiffbar – ein unlösbareres Problem bei einem Offroad-Camper. So bleibt uns nur die „letzte Option“, unser Auto Dank Caravan-Shippers im Container zurück nach Hamburg zu verschiffen.

Die Reise ist somit beendet

Ohne Auto ist somit auch unsere Reise beendet. Wir überlegen zwar noch kurz einen Zwischenstopp am Heimflug in offenen Länder wie Ecuador, Costa Rica oder Mexiko zu machen, aber wir werden auch hier ernüchtert. Ständig sich ändernde Einreise und Regeln betreffend Ausgangssperren, sowie stark erhöhte Kriminalität lassen uns von diesem Plan wieder abkommen. Wir beschließen es unserem Auto gleich zu tun und am schnellsten Weg wieder zurück nach Europa. Wir sind aktuell wieder zurück in Österreich, aber bald wieder am Weg nach Deutschland um unsere Fahrzeug abzuholen.

Wie geht es weiter

Nun ist ein Leben hier in Europa wesentlich teurer. Neben Jobsuche gilt es vielmehr zu organisieren als bei unserer monatigen Reise 6 entlang der Seidenstrasse bis in die Mongolei 2015. Vieles ist aber offen und noch mehr möglich als damals. Dies ist dann aber eine andere (neue) Geschichte 😉

Mehr dazu im Youtube-Video:

Eure Kurzzeitnomaden

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